7 Irrtümer über gute Imagefilme


1. Gute Imagefilme sind richtig teuer. Weil man dafür ein Super-Equipment braucht, mindestens 5 Techniker, einen Hubschrauber, die schönsten Models, jede Menge Requisiten und einen trickreichen Cutter. Und weil der Producer gerne Porsche fährt.

Irrtum: Auf die Idee kommt es an! Ja, es gibt tausende von Imagefilmen, die aufwendigst produziert wurden und mindestens fünfstellige Summen gekostet haben. Aber 90 Prozent davon sind stinklangweilig und erreichen im Internet nur dreistellige Klickzahlen - rausgeschmissenes Geld! Mit einer fetzigen Idee würde heute sogar ein Smartphone reichen, um einen guten Film zu drehen (wenn die Beschränkungen dieses Geräts keine Rolle spielen und das Licht okay ist).

2. In Imagefilmen sind Interviews wichtig.

Irrtum: Die meisten Interviews mit Chefinnen oder Chefs in aktuellen Imagefilmen geben nur die typischen Business-Sprechblasen wieder - überflüssig! Interessant können Interviews im Film nur sein, wenn sie zum Beispiel von außergewöhnlichen oder witzigen Typen gespielt werden oder überraschende Aussagen bringen.

3. In Imagefilmen muss alles Wichtige gezeigt werden.

Irrtum: Imagefilme müssen kurz und knackig sein. Deshalb müssen sie sich auf die interessantesten Aspekte beschränken. Imagefilme sind wie der Klappentext eines Buches, der die Leser dazu bringt, anschließend auch das Buch selbst zu lesen.

4. Imagefilme sind Werbefilme.

Irrtum: Werbefilme beziehen sich auf bestimmte Produkte, Imagefilme auf das Unternehmen. Dessen Atmosphäre, Farben und Stimmungen. Imagefilme verkaufen nichts. Sie sollen den Verkäufer sympathisch erscheinen lassen.

5. Imagefilme müssen sachlich sein.

Irrtum: Sachlichkeit spricht bestenfalls den Verstand an. Die allermeisten Menschen entscheiden aber über ‚sympathisch‘ oder ‚interessant‘ mit dem Gefühl, auch wenn ihnen das gar nicht bewusst ist. Gute Imagefilme sprechen die Gefühle der Zuschauer an.

6. Imagefilme müssen sehr ästhetisch sein.

Irrtum: Das Leben ist nicht ästhetisch, die Bedürfnisse der Menschen sind es auch nicht. Die Zuschauer wollen Handlung, Geschichten sehen. Ästhetizismus ist das Gegenteil von lebendig. Richtig ist nur, dass Imagefilme nicht abstoßend sein sollen.

7. Imagefilme sollen möglichst viele Menschen ansprechen.

Irrtum: Die Zielgruppe muss vorher geklärt werden. Die Omi mit Dauerwelle braucht eine andere Ansprache als der jugendliche Punk. Es allen recht machen zu wollen, geht meistens schief, weil sich damit niemand richtig angesprochen fühlt.